Osaka • Kaiyukan Aquarium

Das Kaiyukan-Aquarium von Osaka ist eines der größten Aquarien der Welt. Man erreicht es durch einen fünfminütigen Spaziergang von der Chuo Ubahnlinie aus. Dabei passiert man zuerst das Tempozan Riesenrad, ehe man auf den futuristischen Bau des Architekten Peter Chermayeff LLC stößt. Der größte Tank des Aquariums ist neun Meter tief und hat ein Fassungsvermögen von 5400 Kubikmeter Wasser.

Der Eintritt betrug zum Zeitpunkt der Reise 2300 Yen (etwa 17 Euro). Nachdem man bezahlt hat, kann man Taschen und Rucksäcke in Schließfächern verstauen, ehe einen Gang hinunter geht.  Es wird langsam dunkler und auf dem Teppichboden steht die Entfernung zum Ausgang. Den Anfang des Aquariums macht der japanische Wald. Oben tummeln sich die Otter und ein wenig tiefer kann man die Unterwasserwelt bewundern. Der Weg führt immer tiefer in die Welt der Ozeane und Kontinente. Schön arrangierte Becken, die versuchen Lebensräume oberirdische und unter Wasser zu kombinieren, reihen sich aneinander und irgendwann ist man an der Hauptattraktion des Aquariums, dem Becken des Pazifischen Ozeans angelangt.

Hier kann man durch etwa drei Meter hohe Acrylglasscheiben in einen riesigen Zylinder sehen, in dem sich Fischschulen, Rochenarten  und ein Walhai tummeln. Man wandert den spiralförmigen Weg nach unten, bis man am »Meeresboden« angelangt ist.

Ein Taucher mitten im Aquarium trägt eine kleinen Korb mit Futter an der Hüfte. Er wird von den Rochen umschwärmt, denen einem nach dem anderen einen Happen ins Maul stopft.

Verlässt man den pazifischen Zylinder, wird es langsam kälter. Dann ist man auf dem Meeresboden der Arktis angelangt. In bläulichem Licht hängen künstliche Eisbrocken von der Decke und man fröstelt in der Kälte, die die Klimaanlage produziert. Steigt man noch etwas tiefer schweben in dem in verschiedenen Becken Quallen, unter anderen auch diejenigen, die locker als Leuchtreklame in Las Vegas ihren Lebensunterhalt verdienen könnten.

Danach betritt man wieder hellere Räumlichkeiten. Ein großes, hüfthohes Becken mit flachen Wasser stellt sich als Streichelbecken heraus. Zwei Aufseherinnen wachen über die Tiere im Becken. Hier kann man Rochen und junge, braunweiß gefleckte Haie streicheln. Man wird gebeten sich nach dem Streichen die Hände an den dafür vorgesehen Becken zu waschen. Ich tue das lieber vorher, denn ich möchte den Tieren nicht meine Keime vererben.

Die Haut der Rochen ist samtweich, die der Hai auch. Aber wenn man hin- und herstreicht, fühlt man die winzigen, kantigen Schuppen, die den Haien und manchem olympischem Schwimmer im Hightechanzug die Schnelligkeit im Wasser verleihen.

Nachdem ich mir die Hände gewaschen habe, wandere ich wieder zu meinem Schließfach zurück und streife noch ein wenig an der ziemlich windigen Hafenfront herum. Hier kann man eine Hafentour auf einem Schiff buchen, das wie ein Segelschiff aus dem 17. Jahrhundert aussieht, aber von einem Dieselmotor betrieben wird. Der Wind nimmt zu und deshalb schließe ich das heutige Besichtigunsgprogramm mit ein paar Fotos eines Riesenrades vor stahlblauem Himmel ab.

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Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. joeysl sagt:

    Solche Schönheiten! Du hast wirklich den Blick für besondere Momente, Steffi. Danke!

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