Tauschen…

..konnte man auf Ameyayokcho-Markt nach dem zweiten Weltkrieg alles. Heute präsentiert sich der Fisch- und Gemüsemarkt als quirliges Einkaufsterrain, das alles bis hin zu Elektronik-Kleinteilen im Programm hat. Die Marktschreier der Lebensmittelstände brüllen die neusten Angebote ins Getümmel, als ginge es um ihr Leben, wendeln mit ihren riesigen Preisschildern, um die Wette, um die Aufmerksamkeit vorbeiströmenden…

Kaiser und Kommerz

Am Kaiserpalast von Tokyo hetzten reihenweise Jogger durch das massive Einlasstor in die Palastanlage. Manche sehen aus, als würden sie vor Erschöpfung gleich umfallen, während andere wie Olympioniken an ihnen vorbeiziehen. Manche sind als Superman, Spiderman oder als Son Goku, dem Helden des Animes Dragonball, kostümiert und hecheln mit einem Lächeln auf dem Gesicht zum Ende…

Meiji-Hochzeit

Am nächsten Morgen ist der erste Besichtigungspunkt der Meiji-Schrein. Der Schrein ist dem Kaiser gewidmet, der Japan dem Westen öffnete, dem Herrscher, nach dem diese Ära des neunzehnten Jahrhunderts benannt ist: Meiji. Auch seine Gemahlin wird im Schrein verehrt. Vielleicht ist das der Grund, warum der Meiji-Schrein bei Hochzeitspaaren so beliebt ist. Im Schreinhof ist…

Insel der Ruhe

Als es zu dämmern beginnt, gehe ich noch einmal zum Senjoji-Tempel. Jetzt, wo es dunkel wird, schließen die Buden der Flaniermeile. Nur vor dem Donnertor vergnügen sich Jugendliche mit Selfies, indem sie ihre Handys an lange Stative klemmen und versuchen möglichst originell zu posieren. Büroangestellte treffen sich hier nach Feierabend zum Abendessen. Neben mir gibt ein…

Tokyo Senjoji

In Tokyo angekommen, steigen wir am Hauptbahnhof dieser geschichtsträchtigen Stadt aus und in vier Taxis ein, die uns in den Stadtteil Asakusa chauffieren, wo sich unser Hotel befindet. Die erste Besichtigunsgtour führt uns zum Fluss hinunter, dort wo der Skytree links neben der Asahi-Brauerei in den Himmel ragt. Ein paar Schritte weiter herrscht reges Treiben an den Ständen…

9540 km

Um 10 Uhr an einem Donnerstag morgens im Mai geht es los. Ich habe einen Fensterplatz im Flugzeug und genieße den Sonnenuntergang.   Weil schon um sieben Uhr abends europäischer Zeit im Flugzeug das Licht ausgemacht wird, kann ich die ganze »Nacht« nicht schlafen. Als wir am Freitag Morgen um sieben Uhr japanischer Zeit in Narita landen,…